Mit einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt feierte die Pfarrgemeinde Bad Birnbach das Erntedankfest.
Neben einer stattlichen Anzahl von Ministranten zogen mit dem Pfarrer auch die Mitglieder der Ortsvereine mit ihren Fahnen in die Kirche ein. Die Vereinsfahnen fanden während des Gottesdienstes allesamt im Altarraum einen Platz. Besonders freute es Pfarrer Hans Heindl, dass auch einige der Erstkommunionkinder an der Feier teilnahmen.
In seiner anschließenden Predigt erinnerte er daran, dass beim Erntedankfest die Früchte im Mittelpunkt stehen. Er stellte den Unterschied zwischen den Begriffen „Frucht“ und „Erfolg“ heraus und erklärte, dass die Frucht nie allein die Leistung des Menschen ist. Das Bemühen des Menschen ist zwar wichtig, aber eine Frucht ist immer auch ein Geschenk des Himmels. Der Mensch kann pflügen, säen und düngen, das Wachstum einer Frucht aber hat er nicht in seiner Hand. Für die Ernte spielen viele Faktoren eine Rolle, die der Mensch nicht beeinflussen kann. Er kann das Seine tun, aber die Frucht benötigt auch den Segen eines Größeren. Auch unser Leben soll fruchtbar sein, und das wird es, indem man sich bewusst macht, einiges trotz seiner Bemühungen nicht verdient zu haben. Aber auch ungeachtet mancher Nachlässigkeit darf man stolz auf sein Leben sein. So ist auch der Altarschmuck beim Erntedankfest eine Einladung an jeden und jede von uns, auf die Früchte des eigenen Lebens zu schauen und dafür dankbar zu sein.
Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der Bad Birnbacher Pfarrer bei der Mesnerin Maria Lindinger, die mit einigen Helferinnen den Altar so prächtig geschmückt hatte sowie beim Katholischen Frauenbund für das Binden der Erntesträußchen. Diese wurden nach der Messfeier gesegnet und konnten im Anschluss alle an Gäste und Einheimische verkauft werden.
Sein Dank galt ebenso den Vereinen, die mit ihren Fahnen zum besonderen Bild der Feier beitrugen und nicht zuletzt den Bläsern des Ensembles „BlechWERK“ der Musikschule Bad Birnbach unter der Leitung von Fritz Gasser. Die Bläser sorgten mit ihrer Musik für eine festliche Umrahmung des Gottesdienstes und luden die Besucher zum Mitsingen ein. Hier erfreute besonders das Lied „Die Erde ist schön, es liebt sie der Herr“, welches man längere Zeit nicht gehört hatte. Nach dem Segen fand der feierliche Gottesdienst mit dem Lied „Großer Gott, wir loben Dich“ seinen Ausklang.
Text: Karin Vogel