
Das Osterfest ist das wichtigste Fest im katholischen Kirchenjahr. Erfreulicherweise war es dieses Jahr wieder vielen Gläubigen möglich, die Feier der Auferstehung Jesu in der Osternacht mitzufeiern.
Nach den feierlichen Gottesdiensten am Gründonnerstag und Karfreitag begann das Osterfest in unseren Pfarreien. Die Ministranten luden mit den Holz-Ratschen die Gläubigen am Karsamstagabend bzw. am Ostersonntag früh zur Auferstehungsfeier ein. Für alle war es ein eher ungewohntes Bild, dass die Kirchen fast bis auf den letzten Platz gefüllt waren..
Der vor das Grab Jesu gerollte, schwere Stein – so Pfarrer Heindl in seiner Predigt – macht nicht nur den Tod Jesu endgültig, sondern steht symbolisch auch für den Tod des Glaubens an Jesus und Gott sowie den Tod der Hoffnung der Jünger, dass Jesus alle erlöst. Wie Jesu, der am Kreuz die Worte „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mt 27,46) spricht, denken nun auch die Menschen: Gott hat Jesus und sein Volk verlassen. Doch als die Jünger den weggewälzten Stein und das leere Grab finden, werden sie vom österlichen Licht erfüllt und der Glaube an Jesu Wort und seine Auferstehung sowie an Gott kehren zurück. So hörten wir im Evangelium über den Jünger Johannes „Er sah und glaubte“ (Joh 20,8). Auch heute – so Heindl – ist Ostern, wenn eine „tote“ Beziehung/Liebe zu neuem Leben erweckt wird und wenn der Tod das Tor zum Leben wird.
Nach dem Schlussgebet der Osternacht dankten Pfarrer Hans Heindl, Pater David und Teresa Aigner allen, die für die Vorbereitung der Gottesdienste der Heiligen Woche gesorgt haben, dazu auch denen, die einen liturgischen Dienst übernommen haben.
Mit der Segnung der österlichen Speisen und dem feierlichen Schlusssegen gingen die Gottesdienste zu Ende. Jeder Gottesdienstbesucher wurde mit einem persönlichen Ostergruß verabschiedet und ging mit einem gesegneten Osterei nach Hause.
Text: Alexander Göttl, Karin Vogel, Anita Schnall







