Foo: Johann Lehner
Die Ministrantinnen und Ministranten im Pfarrverband waren auch dieses Jahr wieder als Sternsinger unterwegs und sammelten Spenden für Kinder in Not. Dabei werden sie von weiteren Kindern und Jugendlichen im Pfarrverband unterstützt, damit auch Anfang des Jahres 2026 wieder möglichst viele Haushalte im Pfarrverband von den Sternsingern besucht werden konnten
Sternsinger waren unterwegs im Pfarrverband
Zum Dank für alles Gute im vergangenen Jahr und um den Segen für das Jahr 2026 zu erbitten, feierten die Gläubigen die Jahresabschluss- und Neujahrsgottesdienste, in denen auch die Sternsinger ausgesandt wurden, um den Dreikönigssegen in die Häuser zu tragen. In allen fünf Pfarreien waren die Sternsinger allesamt an der Gestaltung der Messfeiern beteiligt und stellten dort auch das Motto der diesjährigen Aktion vor: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Der Blick richtet sich 2026 nach Bangladesch, wo trotz des Kampfes gegen Kinderarbeit noch 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten, teils unter gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Die Sternsingeraktion setzt sich zusammen mit Partnerorganisationen dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen einen Schulbesuch zu ermöglichen.
Im weiteren Verlauf der Gottesdienste wurden Kreide, Dreikönigswasser, Weihrauch und natürlich auch die Sternsinger selbst gesegnet, damit sie auf ihren Wegen gute Erfahrungen sammeln und offene Türen vorfinden würden.
Am Dreikönigstag wurde dann in den einzelnen Pfarreien die Rückkehr der Sternsinger gefeiert. Das Spendenergebnis in Höhe von 11.367,60 Euro aus dem gesamten Pfarrverband machte deutlich, wie wichtig vielen in jedem Jahr diese Aktion ist und dass die Wege durch die winterliche Kälte sich gelohnt hatten. Mit dem Segensspruch, den die Sternsinger allen Besuchern noch einmal mit auf den Heimweg gaben, endeten diese Gottesdienste. Ein großer Dank richtete sich in allen Pfarreien an die Sternsinger selbst und deren Eltern, an die Helferinnen und Helfer bei den Fahrdiensten und bei der Versorgung, an alle, die die Aktion vorbereitet oder die Gottesdienste musikalisch begleitet haben sowie an alle Spenderinnen und Spender für die herzliche Aufnahme der Sternsinger in ihren Häusern.
Motto der Aktion: Schule statt Fabrik - Sternsingen gegen Kinderarbeit
Bei der Sternsingeraktion 2026 wird der Blick nach Bangladesch gerichtet. Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen in dem südasiatischen Land noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten – 1,1 Millionen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Sternsinger-Partnerorganisationen setzen sich dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.
Kindermissionswerk Die Sternsinger
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Als Kinderarbeit bezeichnet man Einkommen schaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international ver- boten. Wenn Kinder dagegen gelegentlich im Haushalt helfen oder nach der Schule einer zeitlich begrenzten, ungefährlichen Tätigkeit nachgehen, ist das keine Kinderarbeit. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.
Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Sie organisieren Förderkurse, um Kinder wieder einzuschulen und zu verhindern, dass sie die Schule abbrechen. Die Partnerinnen und Partner helfen arbeitenden Jugendlichen, einen Abschluss z.B. an Abendschulen zu machen. Sie sensibili- sieren Eltern, Gemeinden, Unternehmen und Behörden für Kinderrechte, insbesondere für die Rechte auf Schutz und Bildung. Nur wenn diese Rechte umgesetzt werden, lässt sich der Teufelskreis von Armut, Kinderarbeit und fehlenden Aufstiegschancen durchbrechen.
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Die Aktion beleuchtet weltweite Ursachen von Kinderarbeit und zeigen, dass Christen den Auftrag haben, eine gerechte Welt zu gestalten. So ermutigt die Aktion Dreikönigssingen 2026 Kinder und Erwachsene in Deutschland, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen – im eigenen Umfeld, beim eigenen Konsum und durch den Einsatz beim Sternsingen.
Video zur Sternsingeraktion: Sternsingen gegen Kinderarbeit
Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit. Bei der Sternsingeraktion 2026 richten wir den Blick nach Bangladesch. Unser Reporter trifft Kinder, die in Fabriken zum Familieneinkommen beitragen mussten. Wie sie der Kinderarbeit entkommen sind, verrät der Film
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
Aufruf der deutschen Bischöfe zur Aktion Dreikönigssingen 2026
Liebe Schwestern und Brüder,
auch im Jahr 2026 ziehen rund um den Dreikönigstag am 6. Januar Sternsingerinnen und Sternsinger durch die Straßen, bringen den Segen Gottes und setzen sich für Kinder weltweit ein.
Die Aktion Dreikönigssingen steht dieses Mal unter dem Motto: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit.“ Im Beispielland Bangladesch müssen rund 1,8 Millionen Kinder arbeiten – viele unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen.
Die Partnerorganisationen der Sternsinger helfen dort und in vielen anderen Ländern, Kinder aus bedrängenden Arbeitsbedingungen zu befreien und ihnen Schulbildung zu ermöglichen. Die Sternsingeraktion macht deutlich: Kein Kind darf ausgenutzt werden. Alle Kinder haben ein Recht auf Spiel, Bildung und Freizeit.
Bitte unterstützen Sie die Sternsingerinnen und Sternsinger in ihrem Engagement, damit sie Gottes Segen zu den Menschen bringen und ein Zeichen gegen Kinderarbeit setzen.
Für das Bistum Passau: Bischof Dr. Stefan Oster SDB


