Kirche verändert sich, das erleben wir in unseren Pfarreien und Pfarrverbänden. Auch unser Bistum Passau reagiert auf diese veränderte Wirklichkeit, damit wir als christliche Gemeinschaft auch in Zukunft lebendig und wirksam bleiben können.
Zum 1. September 2026 werden deshalb im gesamten Bistum sogenannte „Pastorale Räume“ eingeführt und in Kraft gesetzt.
Was ist eigentlich ein „Pastoraler Raum“?
Am einfachsten lässt sich der Pastorale Raum mit einem Netzwerk vergleichen: Mehrere benachbarte Pfarrverbände schließen sich zusammen. Bei uns sind das die Pfarrverbände Bad Birnbach, Dietersburg-Egglham, Pfarrkirchen und Triftern; Amtssitz des Pastoralen Raums ist Pfarrkirchen, der Leiter des Pastoralen Raums ist unser Dekan, Domkapitular Dr. Wolfgang Schneider.
Das Ziel ist nicht, dass alles „größer“ wird, sondern dass wir „stärker“ werden. Wir wollen unsere Kräfte bündeln, seelsorgliche Aufgaben sinnvoll gemeinsam organisieren und neue Wege finden, wie wir unseren Glauben und das religiöse Leben in unseren Pfarreien in der heutigen Zeit gestalten können.
Deshalb gibt es zum Stichtag 1. September 2026 auch eine einschneidende Änderung beim Personal. Die im Pastoralen Raum tätigen Pfarrvikare, der Kaplan und alle hauptamtlichen Mitarbeiter:innen erhalten eine neue Dienstanweisung, d. h. ihr Dienstvorgesetzter ist nicht mehr der Pfarrer des jeweiligen Pfarrverbandes, sondern der Leiter des Pastoralen Raums.
In unserem Pfarrverband betrifft das P. David und Teresa Aigner.
Diese Priester und hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter:innen bilden ab 1. September 2026 das Team des Pastoralen Raums:
• Domkapitular Dr. Wolfgang Schneider
Dekan für das Dekanat Pfarrkirchen
Leiter des Pastoralen Raums Pfarrkirchen
Pfarrer im Pfarrverband Pfarrkirchen
• Pfarrer Dr. Waldemar Hadulla
Pfarrer im Pfarrverband Triftern
• Pfarrer Hans Heindl
Pfarrer im Pfarrverband Bad Birnbach
• Pfarrer Max Weigl
Pfarrer im Pfarrverband Dietersburg-Egglham
• Pastoralreferentin Teresa Aigner (bisher PV Bad Birnbach)
Stellvertreterin des Leiters des Pastoralen Raums Pfarrkirchen
Vertretung der Pastoralen Mitarbeitenden für den Rat des Pastoralen Raums
• Pfarrvikar P. Souri Babu Vara (bisher PV Dietersburg-Egglham)
• Pastoralreferentin Rita Brunnbauer-Hackner (bisher PV Pfarrkirchen)
• Pfarrvikar P. David Gabriel MSFS (bisher PV Bad Birnbach)
• Kaplan Stefan Jell (bisher PV Pfarrkirchen)
• Gemeindereferent Wolfgang Moritz (bisher PV Triftern)
• Gemeindereferentin Anna Perl (bisher PV Pfarrkirchen)
Welche Änderungen kommen auf uns zu?
Vielleicht fragen Sie sich: „Bleibt unser Pfarrverband so bestehen, wie wir ihn kennen?“ Die Antwort lautet: Ja, unser Pfarrverband, unsere Pfarreien bleiben unser geistliches Zuhause. Aber die Zusammenarbeit wird enger, intensiver. Das bedeutet konkret:
• Wir schauen über den Tellerrand des eigenen Pfarrverbands hinaus.
• Wir planen Angebote wie Gottesdienste, Firmvorbereitung oder Veranstaltungen vermehrt gemeinsam mit unseren Nachbarpfarrverbänden.
• Hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie ehrenamtliche Gremien arbeiten enger zusammen, um sich gegenseitig zu entlasten und zu unterstützen.
Eine weitere Änderung:
Am 30. Juni 2026 wurde ein „Rat des Pastoralen Raums“ konstituiert, der den früheren Dekanatsrat ablöst. Ihm gehören u. a. alle Pfarrer des Pastoralen Raums, ein:e Vertreter:in der hauptamtlichen Mitarbeiter:innen sowie alle PGR-Vorsitzenden der Pfarreien des Pastoralen Raums an. Dieses neue Gremium soll vor allem dem Informationsaustausch und der Vernetzung für die Pfarrgemeinderäte dienen.
Warum tun wir das?
Veränderungen lösen oft Fragen oder Sorgen aus, das ist ganz natürlich.
Bischof Stefan Oster erinnert jedoch an die Einführung der Verwaltungszentren vor fast zehn Jahren. Damals gab es ebenfalls Vorbehalte. Heute ist die Erleichterung groß, weil diese Zentren mit ihren Mitarbeiter:innen die Pfarrer und Kirchenverwaltungen von bürokratischer Last befreien und ihnen den Rücken für das Wesentliche freihalten: die Seelsorge und das Miteinander in den Pfarreien.
Auch die Pastoralen Räume sind als „lernende Organisation“ gedacht. Es wird kein starres Konzept von „oben“ geben, sondern wir werden vor Ort ausprobieren, was gemeinsam funktioniert und wo wir nachbessern müssen.
Der Grund dafür ist der zahlenmäßige Rückgang im Personalbereich, sowohl bei den Priestern als auch bei den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Wichtige Anfangsschritte auf dem Weg zum Pastoralen Raum sind Haupt- und Ehrenamtliche der Pfarreien unseres Pastoralen Raums Pfarrkirchen in den letzten Monaten schon gegangen bei insgesamt vier Klausurtagen.
Dabei ist eines deutlich geworden: Wir müssen lernen, die anstehenden Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Und die Solidarität untereinander und die Wertschätzung für das Ehrenamt stehen im Mittelpunkt.
Das Bistum unterstützt uns dabei finanziell und durch die professionelle Begleitung eines Mitglieds der Gemeindeberatung, damit diese neue Struktur für uns vor Ort eine echte Hilfe wird.
Wichtig zu betonen ist, dass die Pfarrverbände und Pfarreien in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben und nicht geplant ist, eine Art „Großpfarrei“ entstehen zu lassen!
Der Blick nach vorn
Trotz aller strukturellen Anpassungen bleibt unser Kernauftrag derselbe: die Frohe Botschaft verkünden, den Glauben in der Liturgie feiern und für die Menschen da sein.
Indem wir uns vernetzen, stellen wir sicher, dass wir diese Aufgaben auch in den kommenden Jahren mit Freude und Kraft erfüllen können.
Liebe Schwestern und Brüder!
Wir stehen erst am Anfang dieses Weges. Gerne möchten wir, das Team des Pastoralen Raums Pfarrkirchen, Sie bitten und einladen, diesen Weg in Ihrer Pfarrgemeinde mitzugehen.
Lassen Sie uns gemeinsam mutig Schritte in die Zukunft tun!
Herzlich grüßt Sie
Ihr Pfarrer Hans Heindl



