Ein Fest der Begegnung mit Jesus im Heiligen Geist

Pfarrverband Bad Birnbach am 03.06.2026

Info Icon Viktor Gröll

2017 fand im Pfarrverband die erste Firmung mit 16 statt. 

Damit gehör­te man zu den abso­lu­ten Vor­rei­tern in der Diö­ze­se. Heu­te hat sich die Fir­mung mit 16 — und damit die bewuss­te Ent­schei­dung der jun­gen Chris­tin­nen und Chris­ten — längst durch­ge­setzt. Der Pfar­rer von damals hieß Dr. Wolf­gang Schnei­der. Heu­er kehr­te er als Dom­ka­pi­tu­lar und im Auf­trag von Bischof Dr. Ste­fan Oster als Firm­spen­der zurück. 
Am Pfarr­heim Bru­der Kon­rad sam­mel­ten sich Firm­lin­ge, Paten und die Geist­li­chen, um gemein­sam in die Pfarr­kir­che Maria Him­mel­fahrt ein­zu­zie­hen. Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Tere­sa Aigner — ihr oblag zusam­men mit den ehren­amt­li­chen Firm­hel­fe­rin­nen Seli­na Hofer, Sophia Ruf und Anna-Lena Stingl­wag­ner ein­mal mehr die Firm­vor­be­rei­tung — über­nahm die Begrü­ßung. Schön, wie­der ein­mal hier zu sein“, sag­te Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Wolf­gang Schnei­der sicht­lich erfreut. Ich habe ein paar Jah­re etwas Gras über die Sache wach­sen las­sen“, schmun­zel­te er gut gelaunt, um dann aber sofort auf das eigent­li­che The­ma ein­zu­schwen­ken. Nichts weni­ger als ein Fest der Begeg­nung mit Jesus kün­dig­te er an. Es sei tiefs­ter Her­zens­wunsch Jesu, dass Ihr gestärkt wer­det“, wand­te er sich an die Firm­lin­ge. 
In sei­ner Pre­digt ging er dann inten­siv auf die Jugend­li­chen ein. Wie geht es“, frag­te er. Oft höre man Passt scho“ als Ant­wort. Man müs­se aber auch mit Ant­wor­ten umge­hen kön­nen, die nicht so mode­rat sind. Er schau­te tief in eine Trend­stu­die, in der 2000 14- bis 19-Jäh­ri­ge befragt wur­den. Was belas­tet euch“, frag­te Schnei­der wei­ter und lie­fer­te die Ant­wor­ten aus der Stu­die: Stress, Erschöp­fung, Selbst­zwei­fel, Antriebs­lo­sig­keit. Was wünscht ihr euch“ war die nächs­te Fra­ge. Auch hier kamen die Ant­wor­ten prompt: Geld, Fami­lie, Gesund­heit. Schnei­der über­setz­te das in Sicher­heit, Zuge­hö­rig­keit, Sta­bi­li­tät und die Gewiss­heit, im Ernst­fall gut auf­ge­ho­ben zu sein, zu wis­sen, wo man ein offe­nes Ohr fin­det und sein kann, wie man ist“. Für die Jugend­li­chen hat­te Wolf­gang Schnei­der ein Ange­bot parat: Im Glau­ben ist man unend­lich gut auf­ge­ho­ben — im Fall der Freu­de, aber auch, wenn es ernst ist“, beton­te er. Man­che hät­ten ein per­sön­li­ches Glau­bens­be­kennt­nis gemacht. Wer es nicht getan hat, den lud Schnei­der ein, es zu tun und dabei die eige­ne Lebens- und Welt­erfah­rung ein­flie­ßen zu las­sen — muti­ge Schrit­te, aber auch Stress und Selbst­zwei­fel. Ich glau­be, dass ich bei Jesus gut auf­ge­ho­ben bin — in eige­nen Wor­ten“, so Schnei­der. Jesus gebe zwei Ver­spre­chen. 
Wir wer­den in dir woh­nen. Du bist selbst ein Zuhau­se für Gott“. Und: Der Hei­li­ge Geist wird dein Herz öff­nen, wird es weit machen für Gott, für Mit­men­schen und für dich selbst“. Bei der Fir­mung wür­den die Firm­lin­ge bei­de Ver­spre­chen erfah­ren. Jesus bit­tet dich, dass du die Ver­spre­chen ernst nimmst“, sag­te der Geist­li­che. Auch durch dich kön­nen Men­schen erfah­ren, dass sie über jedes mensch­li­che Maß hin­aus bei Gott gut auf­ge­ho­ben sind“, beton­te er. 
Nach dem Glau­bens­be­kennt­nis knie­ten die Firm­lin­ge dann für ein kur­zes Gebet nie­der. Dann spen­de­te Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Wolf­gang Schnei­der das Firmsa­kra­ment. Dafür dank­te Pfar­rer Hans Heindl am Ende des Got­tes­diens­tes. Schnei­der sei immer herz­lich will­kom­men, beton­te er. Der Dank des Pfar­rers galt auch Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Tere­sa Aigner, Anna-Lena Stingl­wag­ner, Sophia Ruf und Seli­na Hofer für die Vor­be­rei­tung, Mes­ne­rin Katha­ri­na Wag­mann, allen Minis­tran­ten aus dem gan­zen Pfarr­ver­band sowie dem Kir­chen­chor Hirsch­bach unter Lei­tung von Bar­ba­ra Has­lin­ger — sie war auch Orga­nis­tin — für die musi­ka­li­sche Umrah­mung.
Das letz­te Wort hat­te dann noch ein­mal Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Wolf­gang Schnei­der. Er nahm sich zuvor viel Zeit für per­sön­li­che Gesprä­che mit den Jugend­li­chen und ihren Patin­nen und Paten. Vie­le, wahr­schein­lich sogar die meis­ten von ihnen kann­te er ja noch aus sei­ner Zeit als Pfar­rer in Bad Birn­bach. 
Schnei­der zeig­te sich beein­druckt und höchst erfreut zugleich. Mir geht das Herz auf“, sag­te er und sah viel Gutes in den jun­gen Leu­ten, denen er zurief: Lebt es, wir brau­chen euch“. 

- Vik­tor Gröll

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