Foto: Viktor Gröll
Der letzte im Pfarrverband verbliebene katholische Frauenbund hat ein großes Jubiläum gefeiert: Der Zweigverein Hirschbach-Brombach wurde 50 Jahre alt. Die Feier war Rückschau und gleichzeitig Zeugnis dessen, dass der Katholische Frauenbund in der Pfarrei und im gesellschaftlichen Leben nach wie vor eine zentrale Rolle spielt.
Alles begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, den Pfarrer Hans Heindl und Pastoralreferentin Teresa Aigner – sie ist auch geistliche Beirätin des Frauenbundes – zelebrierten. In ihrer Predigt sagte Aigner, dass der Frauenbund in 50 Jahren viele Wege zurückgelegt habe. Eingesetzt hätten sich die Frauen für die Pfarrei, die Kirche und die Gesellschaft. Als Christinnen seien sie ausgesandt, so wie Jesus die Jünger aussandte. Damit bezog sie sich auf das Evangelium, das die „Aussendung der 72 Jünger“ zum Inhalt hatte.
Diese sollten nichts mitnehmen, nur das Vertrauen auf Gott. „Ohne dieses Vertrauen hätte der Frauenbund nicht 50 Jahre bestehen können“, sagte Aigner. Schuhe könnten von den Wegen der fünf Jahrzehnte erzählen. Frauenbundmitglieder machten anhand verschiedener Paar Schuhe, vom Stöckel- bis zum Arbeitsschuh, deutlich, um was es geht.
Es war von Geburtstagen und Rorate die Rede, vom Weltgebetstag und Arbeiten an Fronleichnamsaltären, vom Aufbau der Krippe, von Fahrten nach Irland und Rom, Weihnachtsmärkten und vielem mehr, aber auch vom Abschied von Mitgliedern. Gleichzeitig wurde der Katholische Frauenbund als Heimat und spirituelles Zuhause bezeichnet und mit Geborgenheit in Verbindung gebracht. „Heute wollen wir innehalten und danke sagen – und natürlich feiern“, betonte Aigner. Ihr Dank galt dem Frauenbundchor unter Leitung von Maria Steinhuber, der eigens eine Messe einstudiert hatte. Dank galt auch dem Vorstandsteam für die Organisation.
Pfarrer Hans Heindl schloss darin auch alle Vorgänger-Vorstandschaften ein. „Haltet die Fahne weiter hoch im Pfarrverband“, lautete seine Bitte. Sein Dank galt Teresa Aigner für die Vorbereitung des Gottesdienstes.
Weiter ging es im Gasthaus Kirschner, wo nach der Begrüßung durch Doris Preuß und Evi Meiereder vom Vorstandsteam Bürgermeisterin Dagmar Feicht das erste Wort hatte. Sie unterstrich den bemerkenswerten Anlass für das Zusammenkommen und dankte für „den schönen Gottesdienst, in dem alles rübergekommen ist, was den Frauenbund ausmacht“. Feicht erinnerte an die Gründung 1975. Der Frauenbund präge das Leben in der Pfarrei, aber auch in der Gesellschaft. „Er ist wichtig für Hirschbach und Brombach“, erklärte die Rathauschefin. Sie forderte dazu auf, auch künftig christliche Werte weiterzugeben. „Das geht nur, wenn man diese Werte auch lebt.“
Dekanatsbeirätin Christine Lindemann sprach von Beständigkeit und Gemeinschaft, Offenheit und Freude. Sie übergab eine aus fünf Herzen gestaltete und mit Perlen gezierte Blume, in deren Mitte eine Rose rankte. Aus Lindemanns Worten wurde auch deutlich, dass der Frauenbund stets eine wichtige Rolle für Gleichberechtigung und Selbstständigkeit innehat.
Die Festrede war der Ehrenvorsitzenden Inge Laschinger vorbehalten. Sie wies auf die vielfältigen Aufgaben und Anlässe im Jahreslauf hin – vom Kripperlaufstellen über Fronleichnam und Erntedank, bis sich beim Plätzchenbacken der Kreis wieder schließt. Laschinger erinnerte zudem daran, dass der Katholische Frauenbund häufig Geld für wichtige Anlässe bereitstelle. Exemplarisch nannte sie einen beträchtlichen Betrag für die Innenrenovierung der Pfarrkirche. Aber auch ansonsten seien in der Kirche viele Spuren des Frauenbundes zu sehen. Das machte sie unter anderem am Vortragekreuz und weiteren Ausstattungsgegenständen fest.
Sie schloss mit einem Dank an die Gründungsmitglieder, welche die Basis des Vereins seien. Dies war auch die Überleitung zur Ehrung dieser Mitglieder. Es waren die Gründungsvorsitzende Annemarie Batzhuber, Maria Bauer, Renate Berger, Helga Danninger (langjährige Frauenbundchorleiterin), Helga Hausladen, Helga Hofbauer, Anneliese Kantner, Anna Schmidmaier, Centa Semmler, Luise Stranzinger, Resi Wasl sowie in Abwesenheit Traudl Berger, Anni Berger, Sieglinde Niedermaier, Maria Berger, Fini Espertshuber, Hati Zeindl und Marille Winetzhammer.
Die Lacher hatten Marianne Huber und Evi Huber mit einem Sketch auf ihrer Seite. Doris Preuß und Eva Meiereder hatten am Ende noch kleine Geschenke für die geistliche Beirätin Teresa Aigner, die Ehrenvorsitzende Inge Laschinger und Chorleiterin Maria Steinhuber. Dank galt auch den Austrägerinnen Elisabeth Bimesmeier, Anna Berger, Monika Edmeier, Marianne Huber, Eva Meiereder, Anneliese Kirschner, Resi Wasl und Maria Weigl sowie den Fahnenträgerinnen Petra Apfel und Herta Krompaß, der Mutter-Kind-Leitung Sabrina Salletmaier und Pilatestrainerin Timea Sobota. — Viktor Gröll



