Rudolf Probst erhält Stephanusplakette und Dank an Maria Huber

Pfarrverband Bad Birnbach am 06.01.2026

Info Icon Viktor Gröll

Die Pfarrei Kirchberg beging am Vorabend zum Hochfest „Erscheinung des Herrn“ gleich zwei wichtige Anlässe. 

Zum einen hat der lang­jäh­ri­ge Kir­chen­pfle­ger Rudolf Probst die Ste­pha­nus­pla­ket­te und damit die höchs­te Aus­zeich­nung für Lai­en im Bis­tum erhal­ten, zum ande­ren wur­de Mes­ne­rin Maria Huber in den Ruhe­stand ver­ab­schie­det. Bei­de ver­bin­det, dass ihre Arbeit längst als Lebens­leis­tung in die Geschich­te der klei­nen Pfar­rei ein­ge­gan­gen ist.

Pfar­rer Hans Heindl zele­brier­te mit Pater David Gabri­el den Got­tes­dienst. Auch Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Tere­sa Aigner sowie Mit­ar­bei­ten­de aus dem Sekre­ta­ri­at waren gekom­men. Der Kir­chen­chor unter Lei­tung von Orga­nis­tin Bri­git­te Reis­böck, Chris­toph Kühn (Gei­ge), Micha­el Reis­böck und Jonah Groß (Trom­pe­te) sorg­ten für die musi­ka­li­sche Umrah­mung. Die Lau­da­tio für Rudolf Probst teil­ten sich Pfar­rer Hans Heindl und Tere­sa Aigner.

Der Geehr­te war vom 1. Janu­ar 1989 bis 31. Dezem­ber 2024 36 Jah­re lang ​„mit­sor­gen­des, anpa­cken­des Kir­chen­ver­wal­tungs­mit­glied und ab 2007 ein her­vor­ra­gen­der, umsich­ti­ger Kir­chen­pfle­ger für die Kir­chen­stif­tung Kirch­berg“, beton­te Hans Heindl. ​„Was wir sel­ber machen kön­nen, brau­chen wir nicht bezah­len“, sei stets sein Mot­to gewe­sen – eine wich­ti­ge Ein­stel­lung für eine klei­ne Pfar­rei wie Kirch­berg, deren finan­zi­el­le Mit­tel immer begrenzt seien.

Tere­sa Aigner bezeich­ne­te Rudolf Probst in Funk­ti­on eines Kir­chen­pfle­gers als Glücks­fall, ​„weil er ein sehr viel­sei­ti­ger Mensch ist – ein Bin­de­glied zwi­schen Jung und Alt, vor­aus­schau­end bei den Finan­zen, hand­werk­lich geschickt in sehr vie­len Berei­chen“. Als Bei­spie­le führ­te sie die gro­ße Innen- und Außen­re­no­vie­rung der Pfarr­kir­che und das Ver­put­zen der Fried­hofs­mau­er an. Im Zuge der Reno­vie­rung des Kirch­ber­ger Pfarr­hau­ses wur­den im gan­zen Haus eine Zen­tral­hei­zung ein­ge­baut sowie alle Fens­ter und Haus­tü­ren erneu­ert. Im Haus wur­de eine Miet­woh­nung ein­ge­rich­tet, dazu ein klei­nes Pfarr­heim für die Ver­an­stal­tun­gen der Pfar­rei und ein Raum für die Minis­tran­ten­grup­pe. Eben­so unter sei­ner Regie wur­den der Zugang und der Vor­platz zum Pfarr­heim gepflas­tert. Auch die Pfle­ge des dazu­ge­hö­ri­gen Gar­tens sei ihm stets ein Anlie­gen gewesen.

Pfar­rer Heindl erin­ner­te an die vie­len klei­nen Haus­meis­ter­tä­tig­kei­ten in der Pfarr­kir­che, am Fried­hof und im Pfarr­heim, die er qua­si neben­bei erle­dig­te. Unter­stüt­zung habe er immer von sei­ner Frau Mari­an­ne erhal­ten. Tere­sa Aigner wies auf den Ein­satz von Rudolf Probst bei der Reno­vie­rung der Kapel­le Lacker­mann hin, und auch die Sigl-Kapel­le wur­de unter ande­rem Dank sei­ner Hil­fe außen neu ver­bret­tert und innen ver­putzt. Bis heu­te hilft er bei der Kapel­len­pfle­ge. Trotz Krank­heit orga­ni­sier­te er den Abbau der alten und den Bau der neu­en Kirch­hof­mau­er und arbei­te­te, so gut es ging, sel­ber mit.

Bei den jähr­li­chen Pfarr­fes­ten war Rudolf Probst Orga­ni­sa­tor und Ansprech­part­ner. Stets habe er die Arbeit der Ehren­amt­li­chen gewür­digt, die ihren Teil zur leben­di­gen Pfarr­ge­mein­de bei­tra­gen. Daher war ihm auch die Wei­ter­füh­rung des jähr­li­chen Ehren­amts­dan­kes­sens im Pfarr­heim ein Anlie­gen, das stets gut ange­nom­men wer­de. Der Stab­wech­sel in der Kir­chen­ver­wal­tung erfolg­te 2025, als Johann Georg Venus sei­ne Nach­fol­ge über­nahm. Neben ihm sind Franz Baum­gart­ner, Chris­toph Kühn und Paul Reis­böck seit­her in der Kir­chen­ver­wal­tung tätig.

Die Lau­da­tio auf Maria Huber oblag dem PGR-Vor­sit­zen­den Armin Hölzl. Als glück­li­che Fügung bezeich­ne­te er den Umstand, dass die gebo­re­ne Maria Dobler aus Haber­ling bei Hirsch­bach 1970 von Georg Huber sen. vor den Trau­al­tar geführt wur­de und seit­her zur Pfar­rei Kirch­berg gehört. ​„Maria war ein Segen für die Pfar­rei“, sag­te er. Ihr Mann Georg war 30 Jah­re Kir­chen­pfle­ger. ​„Sie wuss­te, was gebraucht wird und wo etwas fehlt und war mit Rat und Tat dabei“. Der dama­li­gen Mes­ne­rin Lot­te Zwie­fel­ho­fer habe sie stets unent­gelt­lich als Mes­ne­rin aus­ge­hol­fen. Selbst­ver­ständ­lich half sie immer, etwa bei der Weih­nachts-Deko­ra­ti­on, Ern­te­dank, Kir­chen­pfle­ge und Fest­lich­kei­ten. Auch beim Pfarr­fest half sie mit. Viel zu tun gab es, als das Pfarr­haus kom­plett umge­baut wur­de. Maria Huber arbei­te­te mit oder ver­sorg­te die ehren­amt­li­chen Arbei­ter mit Schmalz­ge­ba­cke­nem. Ganz ähn­lich war es bei der Reno­vie­rung der Kir­che. Seit vie­len Jah­ren gestal­tet die Fami­lie Huber zudem einen schö­nen Fron­leich­nams­al­tar. ​„So kön­nen wir unse­re Pro­zes­si­on nach Ober­tat­ten­bach durch­füh­ren“, sag­te Hölzl. Bei Beer­di­gun­gen schrei­be sie Mes­sen und Ämter auf. Seit 2018 ist Maria Huber zusam­men mit zwei wei­te­ren Frau­en in den Mes­ner­dienst ein­ge­tre­ten. Nun, nach vie­len Jah­ren, ist sie in den Ruhe­stand gegan­gen. Ihr galt ein herz­li­ches ​„Vergelt’s Gott für eine gro­ße Lebens­leis­tung zuguns­ten der Pfar­rei Kirch­berg, in der die Welt noch in Ord­nung ist“. Sowohl für Rudolf Probst, als auch für Maria Huber bran­de­te gro­ßer Applaus auf. 

– Vik­tor Gröll

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