„Mario, vergelt’s Gott!“

Pfarrverband Bad Birnbach am 16.08.2023

HB 2023 08 Jakobsfest Brombach 9 Stefan Eder Foto: Stefan Eder
Beim Jakobsfest in Brombach bedankten Haupt- und Ehrenamtliche im Pfarrverband Bad Birnbach bei Diakon Mario Unterhuber für sein Wirken im Pfarrverband.

Es war ein langer Tag des Abschiednehmens für Diakon Mario Unterhuber. Nach mehr als 20 Jahren Tätigkeit in verschiedenen Funktionen verlässt er zum 31. August unseren Pfarrverband. „Es war schon emotional, mir ist die Gegend in 21 Jahren ja auch zur Heimat geworden, die ich nun ein Stück weit verlasse“, verriet Mario Unterhuber im Nachgang.

Der Abschieds­rei­gen begann in der Kli­nik Rosen­hof und bei Medi­Vi­tal. Bei­de Ein­rich­tun­gen hat­te Unter­hu­ber ja auch im Rah­men sei­ner Tätig­keit betreut. Am Abend war dann Got­tes­dienst zum Patro­zi­ni­um in der Jakobs­kir­che in Brom­bach mit anschlie­ßen­dem Jakobs­fest – ein idea­ler Rah­men für eine wür­di­ge Ver­ab­schie­dung. Musi­ka­lisch wur­de der Got­tes­dienst vom Frau­en­bund­chor unter Lei­tung von Maria Stein­hu­ber gestaltet.

Nicht alle fan­den Platz in der Kir­che, sogar davor stan­den noch Besu­cher und fei­er­ten den Got­tes­dienst von drau­ßen aus mit. Zele­briert wur­de der Got­tes­dienst von Pfar­rer Hans Heindl, Mario Unter­hu­ber und Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Tere­sa Aigner. Pfar­rer Heindl stell­te zu Beginn den hei­li­gen Jako­bus kurz vor. Als Pil­ger brach­te die­ser die Bot­schaft Chris­ti bis nach Spanien. 

Jako­bus war auch The­ma der Pre­digt von Mario Unter­hu­ber. Als Pil­ger wer­de Jako­bus oft mit einer Muschel abge­bil­det. Die Muschel war wich­tig, um an Quel­len Was­ser schöp­fen zu kön­nen, so Unter­hu­ber. Als Abschieds­ge­schenk ver­teil­te er Pil­ger­mu­scheln und wünsch­te den Besu­chern, wie der berühm­te Hei­li­ge immer unter­wegs zu blei­ben, geis­tig wie kör­per­lich. Wo kei­ne Bewe­gung mehr ist, stirbt etwas“, sag­te er und bezog das auf alle Berei­che, auch auf die Kir­che. Dass er selbst in Bewe­gung bleibt, dafür sorg­ten diver­se Abschieds­ge­schen­ke, unter ande­rem ein Wanderrucksack. 

HB 2023 08 Jakobsfest Brombach 6 Stefan Eder Foto: Stefan Eder
Abschied von Diakon Mario Unterhuber

Die stell­ver­tre­ten­de Pfarr­ver­bands­rats­vor­sit­zen­de Anne­lie­se Wag­ner erin­ner­te an den Wer­de­gang von Mario Unter­hu­ber. Seit Sep­tem­ber 2002 war der Pfarr­ver­band Bad Birn­bach sei­ne Arbeits­stel­le, mit kur­zen Unter­bre­chun­gen und wech­seln­den Arbeits­be­rei­chen. Zunächst waren das nur die Pfar­rei­en Bad Birn­bach und Kirch­berg, dazu der Unter­richt in der Schu­le. Der Pfarr­ver­band wuchs, Hirsch­bach, Asen­ham und Bay­er­bach kamen hin­zu. Mario Unter­hu­ber wur­de unter ande­rem mit der Betreu­ung der Pfar­rei Hirsch­bach beauf­tragt. Er hat unse­ren Pfarr­ge­mein­de­rat bei allen Sit­zun­gen beglei­tet, mit­be­ra­ten und vie­les mit­or­ga­ni­siert“, erin­ner­te Anne­lie­se Wag­ner. Für die Grup­pie­run­gen und Ver­bän­de war er jah­re­lang geist­li­cher Bei­rat, küm­mer­te sich ger­ne um die Land­ju­gend­grup­pe und die Minis­tran­ten und orga­ni­sier­te bei­spiels­wei­se Aus­flü­ge, Land­ju­gend­spie­le und Grill­fei­ern mit. Eben­so war er geist­li­cher Bei­rat für den DJK-SV Hirsch­bach-Brom­bach. Die Kin­der­gar­ten­kin­der in Brom­bach besuch­te er zu ver­schie­de­nen Anläs­sen im Kir­chen­jahr und erteil­te den Bla­si­us­segen, fei­er­te mit ihnen das Mar­tins­fest. Jüngs­tes Groß­ereig­nis war das 50-jäh­ri­ge Kin­der­gar­ten-Jubi­lä­um. Für den Katho­li­schen Frau­en­bund gab er auf Pil­ger- und Wan­der­aus­flü­gen geist­li­che Impul­se. Die grö­ße­ren Fahr­ten und Wall­fahr­ten nach Rom und vor weni­gen Wochen nach Irland orga­ni­sier­te er als geist­li­cher Rei­se­lei­ter. 10 Jah­re war Unter­hu­ber geist­li­cher Bei­rat in der Vor­stand­schaft des Pfarr-Cari­tas­ver­eins Hirsch­bach-Brom­bach. Dabei bau­te er zusam­men mit dem Ver­ein einen Kran­ken­be­suchs­dienst auf, gab Anre­gun­gen zur Unter­stüt­zung von hilfs­be­dürf­ti­gen Men­schen, orga­ni­sier­te Ver­an­stal­tun­gen für Senio­ren mit. Für die gan­ze Pfarr­ge­mein­de war Mario Ansprech­part­ner, Zuhö­rer und im bes­ten Sinn des Wor­tes Seel­sor­ger in allen Berei­chen und Situa­tio­nen des Lebens, beson­ders bei der Fei­er von Tau­fen, Trau­un­gen, Beer­di­gun­gen“, wür­dig­te Wag­ner sei­ne Tätigkeit.

Auf Pfarr­ver­bands­ebe­ne arbei­te­te er in der neu­en Firm­vor­be­rei­tung ab 16“ von Anfang an prä­gend mit. Als er vor zwei Jah­ren in die Kran­ken­haus­seel­sor­ge nach Pfarr­kir­chen wech­sel­te, änder­te sich auch der Arbeits­be­reich im Pfarr­ver­band und er war in der Haupt­sa­che nur“ noch Kur- und Alten­heim­seel­sor­ger in Bad Birn­bach, was immer schon — neben der Pfar­rei Hirsch­bach — zu sei­nen Haupt­auf­ga­ben gehörte.

Gera­de die Bedeu­tung der Kur­seel­sor­ge stell­te Bür­ger­meis­te­rin Dag­mar Feicht beson­ders her­aus. Die­se wer­de wie­der zuneh­mend wich­tig. Sie erin­ner­te an die Mit­wir­kung von Mario Unter­hu­ber beim wich­ti­gen Stu­di­en­pro­jekt zur Betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung und an eine gute Zusam­men­ar­beit mit der Kur­ver­wal­tung des Mark­tes in vie­len Berei­chen. Feicht wünsch­te sich, dass die­ser Bereich der Kur- und Kli­nik­seel­sor­ge im Kur­ort nicht ver­nach­läs­sigt wird. Sie über­reich­te eben­falls ein Abschieds­ge­schenk an den popu­lä­ren Geistlichen.

Das größ­te Geschenk für Mario Unter­hu­ber selbst war wohl aber die Anwe­sen­heit vie­ler Men­schen, die er als Seel­sor­ger oft auch in schwie­ri­gen Zei­ten beglei­tet hat. Vie­le kamen, um sich zu bedan­ken und Mario Unter­hu­ber gute Wün­sche mit auf sei­nen Weg zu geben. Wei­te­re Gäs­te waren Pater David Gabri­el, der eben­falls schei­den­de evan­ge­li­sche Kur­seel­sor­ger Dr. Phil­ipp Augus­tin, 2. Bür­ger­meis­ter Franz Thal­ham­mer sowie Abord­nun­gen aus allen Tei­len des gro­ßen Pfarrverbandes.

Die Mit­glie­der von Pfarr­ge­mein­de­rat und Kir­chen­ver­wal­tung und vie­le Frei­wil­li­ge hat­ten klei­ne Spei­sen zube­rei­tet. Am Buf­fet konn­ten sich dann alle bedie­nen und am Kir­chen­vor­platz trotz Regen­wet­ter den Abend gemein­sam ver­brin­gen. Geträn­ke und Essen wur­de kos­ten­los abge­ge­ben, es stand aber eine Spen­den­box bereit. Die­se wur­de von den Mit­fei­ern­den gut gefüllt. Die Spen­den in Höhe von 881,91 Euro kom­men dem Erhalt der Jakobs­kir­che in Brom­bach zugute. 

Text: Vik­tor Gröll

HB 2023 08 Jakobsfest Brombach 5 Stefan Eder Foto: Stefan Eder
Diakon Mario Unterhuber beim Gottesdienst zum Jakobsfest in Brombach
HB 2023 08 Regenbogen Philipp Augustin Foto: Philipp Augustin

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