Dass das Ziel nicht ausschließlich am Ende des Weges liegt, sondern manchmal irgendwo am Wegesrand, stellte auch die Pilgergruppe aus Bad Birnbach fest, die sich nach langer Tradition am frühen Morgen des Pfingstmontags auf den Weg an den Wallfahrtsort Sammarei machte. Denn bevor die Gläubigen nach einem etwa dreistündigen Fußmarsch bei schönstem Wetter ihr eigentliches Ziel erreichten, ergab sich unterwegs die schöne Gelegenheit, bei der kleinen Wallfahrtskirche Grongörgen eine stärkende Pause einzulegen. Da die Kirche geöffnet war, nutzten die Pilger diese besondere Rast zu einem stillen Gebet.
Als die Gruppe später gegen 9.15 Uhr ihr Ziel in Sammarei erreichte, zelebrierte Pater David zusammen mit den Ministranten Jakob Stinglwagner und Paul Heinl eine ansprechende Wallfahrtsmesse. Unterstützt wurde er dabei auch von Elisabeth Göblmeier und Anneliese Wagner. Die beiden Ministranten gingen zuvor den gesamten Weg abwechselnd als Kreuzträger den Pilgern voran.
In seiner Predigt beschrieb Pater David später das Pfingstfest als Langzeitprojekt. Die Botschaft sollte nicht nur einen Feiertag lang andauern, sondern in unser Leben übergehen. Ähnlich wie bei einem wichtigen Fußballspiel, bei dem die Spieler erst auseinandergehen können, wenn eine Entscheidung getroffen wurde, so sollten wir Menschen auch erst dann auseinandergehen, wenn wir es geschafft haben, uns gemeinsam für das Leben mit Gott zu entscheiden. Manchmal könne es etwas länger dauern, bis wir das schaffen. Wie auch bei dem Fußballspiel der Bayern, in welchem erst in der 89. Minute die Entscheidung fiel, wie Jakob Stinglwagner zu berichten wusste.
Am Ende der Wallfahrtsmesse bedankte sich Pater David bei allen, die bei der Vorbereitung und Gestaltung mitgeholfen haben sowie bei der Feuerwehr für die Wegbegleitung der Gruppe. So manche Pilger kehrten danach noch gemeinsam beim „Wirt am Berg“ in Bad Birnbach zum Mittagessen ein.
Text: Karin Vogel



