Das Turmkreuz als sichtbares Zeichen für Gebet und Orientierung

Pfarrverband Bad Birnbach am 05.09.2025

Bayerbacher Turmkreuz wird justiert Info Icon Foto: Hans Heindl
Alfons und Dominik Göttl bringen das renovierte Turmkreuz auf der Spitze des Bayerbacher Kirchturms an.

Das Patrozinium in Bayerbach hat heuer historischen Charakter, denn das rundherum erneuerte Kreuz glänzt jetzt wieder auf dem Turm der Pfarrkirche Sankt Petrus.

Die Vor­ge­schich­te hat Alfons Göttl in einem Text fest­ge­hal­ten, den spä­ter sein Sohn Domi­nik als eines von meh­re­ren Zeit­do­ku­men­ten gemein­sam mit Samen von hie­si­gen Getrei­de­sor­ten in eine Kap­sel legen soll­te, die in das Inne­re der eben­falls rund­erneu­er­ten Kugel kam. ​„Das Turm­kreuz hat sich in den letz­ten 20 Jah­ren immer wei­ter nach Süd­wes­ten gedreht“, ist dar­in zu lesen. Es folg­ten wei­te­re Beob­ach­tun­gen, etwa dass sich das Kreuz auch beim Läu­ten bewegt.

Nach Rück­spra­che mit dem zustän­di­gen Gebiets­re­fe­ren­ten Tho­mas Rösch vom Diö­ze­san­bau­amt Pas­sau wur­den das Turm­kreuz, die Kugel und der ver­ros­te­te Konus abge­baut. Dabei stell­te man fest, dass die obe­re der bei­den Befes­ti­gungs­schrau­ben abge­ris­sen war. Weil sie stark ver­ros­tet war, fiel sie nicht her­aus. In der Fol­ge wur­den die bei­den unte­ren Hal­te­plat­ten abge­schnit­ten und durch neue ersetzt. Zudem wur­de eine kon­ka­ve Abdeck­schei­be angefertigt.

Auch die Kugel­hälf­ten waren beschä­digt. Sie wur­den aus­ge­beult. Sogar Ein­schuss­lö­cher wur­den fest­ge­stellt, die wie­der ver­schlos­sen, ver­schweißt, abge­schlif­fen und poliert wur­den. Josef Mittl­böck-Jung­wirth aus Schön­au grun­dier­te die Kugel und ver­gol­de­te sie. Rund 80 Kilo wie­gen das Stahl­kreuz und die ver­gol­de­te Kup­fer­ku­gel zusammen. 

Womög­lich ist es die ers­te Reno­vie­rung des Kreu­zes seit sei­nes Bestehens. Denn ​„bei der Turm­sa­nie­rung in den 1960ern kam es jeden­falls nicht her­un­ter“, ist sich Alfons Göttl sicher. Der Turm der Pfarr­kir­che wur­de in den Jah­ren 1879/80 gebaut. Gut mög­lich, dass Kugel und Kreuz seit­her Wind und Wet­ter trotzten.

Im Got­tes­dienst ging Pater David Gabri­el auf das Patro­zi­ni­um ein. Petrus und Pau­lus sei­en höchst unter­schied­li­che Men­schen gewe­sen und hät­ten trotz­dem gemein­sam das Fun­da­ment der Kir­che erstellt. Er bezeich­ne­te bei­de als Patro­ne der Welt­kir­che. Der Pfarr­vi­kar freu­te sich über die lie­be­vol­le Restau­rie­rung. Das Kreuz sei weit­hin sicht­ba­rer Aus­druck für Gebet, Trost, aber auch Ori­en­tie­rung und ein Auf­ruf zur Nach­fol­ge. Er dank­te allen Beteiligten.

Bevor der Fest­got­tes­dienst zum Patro­zi­ni­um St. Petrus zu Ende ging, sag­te Bür­ger­meis­ter Gün­ter Baum­gart­ner: ​„Wir brau­chen Men­schen, die anschie­ben“ und beton­te, Alfons Göttl habe es geschafft, vie­le Men­schen zu begeis­tern. Am Ende sei ein gro­ßes Gemein­schafts­werk gelun­gen. Dabei hob er auch Tan­te Emmas Super­trup­pe mit Emma Schwarz­bau­er an der Spit­ze her­vor, die dafür sorg­ten, dass beim Fest unter der Schat­ten spen­den­den Eiche auf dem Dorf­platz die Kuli­na­rik nicht zu kurz kam – und neben­bei Geld für die Reno­vie­rung des Kreu­zes gesam­melt wurde.

Pater David nahm anschlie­ßend die Seg­nung des Turm­kreu­zes und der Kugel vor, ehe die­se sorg­sam ver­packt und nach drau­ßen gebracht wur­de, wo eine Hebe­büh­ne war­te­te. Was folg­te, war nichts für schwa­che Ner­ven und erfor­der­te in luf­ti­ger Höhe eine ruhi­ge Hand. Zuerst wur­den die bei­den Kugel­hälf­ten auf­ge­setzt und die Kap­sel ein­ge­bracht, anschlie­ßend kam das Kreuz auf den Kirch­turm, wo es nun wie­der ein weit­hin sicht­ba­rer Ori­en­tie­rungs­punkt ist. Vom Dorf­platz konn­te man übri­gens alles live ver­fol­gen. Unter den Gäs­ten war auch Speng­ler­kö­ni­gin Mari­on Ross. — Vik­tor Gröll

Womög­lich ist es die ers­te Reno­vie­rung des Kreu­zes seit sei­nes Bestehens.

Womög­lich ist es die ers­te Reno­vie­rung des Kreu­zes seit sei­nes Bestehens. Denn ​„bei der Turm­sa­nie­rung in den 1960ern kam es jeden­falls nicht her­un­ter“, ist sich Alfons Göttl sicher. Der Turm der Pfarr­kir­che wur­de in den Jah­ren 1879/80 gebaut. Gut mög­lich, dass Kugel und Kreuz seit­her Wind und Wet­ter trotzten.

Im Got­tes­dienst ging Pater David Gabri­el auf das Patro­zi­ni­um ein. Petrus und Pau­lus sei­en höchst unter­schied­li­che Men­schen gewe­sen und hät­ten trotz­dem gemein­sam das Fun­da­ment der Kir­che erstellt. Er bezeich­ne­te bei­de als Patro­ne der Welt­kir­che. Der Pfarr­vi­kar freu­te sich über die lie­be­vol­le Restau­rie­rung. Das Kreuz sei weit­hin sicht­ba­rer Aus­druck für Gebet, Trost, aber auch Ori­en­tie­rung und ein Auf­ruf zur Nach­fol­ge. Er dank­te allen Beteiligten.

Bevor der Fest­got­tes­dienst zum Patro­zi­ni­um St. Petrus zu Ende ging, sag­te Bür­ger­meis­ter Gün­ter Baum­gart­ner: ​„Wir brau­chen Men­schen, die anschie­ben“ und beton­te, Alfons Göttl habe es geschafft, vie­le Men­schen zu begeis­tern. Am Ende sei ein gro­ßes Gemein­schafts­werk gelun­gen. Dabei hob er auch Tan­te Emmas Super­trup­pe mit Emma Schwarz­bau­er an der Spit­ze her­vor, die dafür sorg­ten, dass beim Fest unter der Schat­ten spen­den­den Eiche auf dem Dorf­platz die Kuli­na­rik nicht zu kurz kam – und neben­bei Geld für die Reno­vie­rung des Kreu­zes gesam­melt wurde.

Pater David nahm anschlie­ßend die Seg­nung des Turm­kreu­zes und der Kugel vor, ehe die­se sorg­sam ver­packt und nach drau­ßen gebracht wur­de, wo eine Hebe­büh­ne war­te­te. Was folg­te, war nichts für schwa­che Ner­ven und erfor­der­te in luf­ti­ger Höhe eine ruhi­ge Hand. Zuerst wur­den die bei­den Kugel­hälf­ten auf­ge­setzt und die Kap­sel ein­ge­bracht, anschlie­ßend kam das Kreuz auf den Kirch­turm, wo es nun wie­der ein weit­hin sicht­ba­rer Ori­en­tie­rungs­punkt ist. Vom Dorf­platz konn­te man übri­gens alles live ver­fol­gen. Unter den Gäs­ten war auch Speng­ler­kö­ni­gin Mari­on Ross. — Vik­tor Gröll

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