Das Patrozinium in Bayerbach hat heuer historischen Charakter, denn das rundherum erneuerte Kreuz glänzt jetzt wieder auf dem Turm der Pfarrkirche Sankt Petrus.
Die Vorgeschichte hat Alfons Göttl in einem Text festgehalten, den später sein Sohn Dominik als eines von mehreren Zeitdokumenten gemeinsam mit Samen von hiesigen Getreidesorten in eine Kapsel legen sollte, die in das Innere der ebenfalls runderneuerten Kugel kam. „Das Turmkreuz hat sich in den letzten 20 Jahren immer weiter nach Südwesten gedreht“, ist darin zu lesen. Es folgten weitere Beobachtungen, etwa dass sich das Kreuz auch beim Läuten bewegt.
Nach Rücksprache mit dem zuständigen Gebietsreferenten Thomas Rösch vom Diözesanbauamt Passau wurden das Turmkreuz, die Kugel und der verrostete Konus abgebaut. Dabei stellte man fest, dass die obere der beiden Befestigungsschrauben abgerissen war. Weil sie stark verrostet war, fiel sie nicht heraus. In der Folge wurden die beiden unteren Halteplatten abgeschnitten und durch neue ersetzt. Zudem wurde eine konkave Abdeckscheibe angefertigt.
Auch die Kugelhälften waren beschädigt. Sie wurden ausgebeult. Sogar Einschusslöcher wurden festgestellt, die wieder verschlossen, verschweißt, abgeschliffen und poliert wurden. Josef Mittlböck-Jungwirth aus Schönau grundierte die Kugel und vergoldete sie. Rund 80 Kilo wiegen das Stahlkreuz und die vergoldete Kupferkugel zusammen.
Womöglich ist es die erste Renovierung des Kreuzes seit seines Bestehens. Denn „bei der Turmsanierung in den 1960ern kam es jedenfalls nicht herunter“, ist sich Alfons Göttl sicher. Der Turm der Pfarrkirche wurde in den Jahren 1879/80 gebaut. Gut möglich, dass Kugel und Kreuz seither Wind und Wetter trotzten.
Im Gottesdienst ging Pater David Gabriel auf das Patrozinium ein. Petrus und Paulus seien höchst unterschiedliche Menschen gewesen und hätten trotzdem gemeinsam das Fundament der Kirche erstellt. Er bezeichnete beide als Patrone der Weltkirche. Der Pfarrvikar freute sich über die liebevolle Restaurierung. Das Kreuz sei weithin sichtbarer Ausdruck für Gebet, Trost, aber auch Orientierung und ein Aufruf zur Nachfolge. Er dankte allen Beteiligten.
Bevor der Festgottesdienst zum Patrozinium St. Petrus zu Ende ging, sagte Bürgermeister Günter Baumgartner: „Wir brauchen Menschen, die anschieben“ und betonte, Alfons Göttl habe es geschafft, viele Menschen zu begeistern. Am Ende sei ein großes Gemeinschaftswerk gelungen. Dabei hob er auch Tante Emmas Supertruppe mit Emma Schwarzbauer an der Spitze hervor, die dafür sorgten, dass beim Fest unter der Schatten spendenden Eiche auf dem Dorfplatz die Kulinarik nicht zu kurz kam – und nebenbei Geld für die Renovierung des Kreuzes gesammelt wurde.
Pater David nahm anschließend die Segnung des Turmkreuzes und der Kugel vor, ehe diese sorgsam verpackt und nach draußen gebracht wurde, wo eine Hebebühne wartete. Was folgte, war nichts für schwache Nerven und erforderte in luftiger Höhe eine ruhige Hand. Zuerst wurden die beiden Kugelhälften aufgesetzt und die Kapsel eingebracht, anschließend kam das Kreuz auf den Kirchturm, wo es nun wieder ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt ist. Vom Dorfplatz konnte man übrigens alles live verfolgen. Unter den Gästen war auch Spenglerkönigin Marion Ross. — Viktor Gröll
Womöglich ist es die erste Renovierung des Kreuzes seit seines Bestehens.
Womöglich ist es die erste Renovierung des Kreuzes seit seines Bestehens. Denn „bei der Turmsanierung in den 1960ern kam es jedenfalls nicht herunter“, ist sich Alfons Göttl sicher. Der Turm der Pfarrkirche wurde in den Jahren 1879/80 gebaut. Gut möglich, dass Kugel und Kreuz seither Wind und Wetter trotzten.
Im Gottesdienst ging Pater David Gabriel auf das Patrozinium ein. Petrus und Paulus seien höchst unterschiedliche Menschen gewesen und hätten trotzdem gemeinsam das Fundament der Kirche erstellt. Er bezeichnete beide als Patrone der Weltkirche. Der Pfarrvikar freute sich über die liebevolle Restaurierung. Das Kreuz sei weithin sichtbarer Ausdruck für Gebet, Trost, aber auch Orientierung und ein Aufruf zur Nachfolge. Er dankte allen Beteiligten.
Bevor der Festgottesdienst zum Patrozinium St. Petrus zu Ende ging, sagte Bürgermeister Günter Baumgartner: „Wir brauchen Menschen, die anschieben“ und betonte, Alfons Göttl habe es geschafft, viele Menschen zu begeistern. Am Ende sei ein großes Gemeinschaftswerk gelungen. Dabei hob er auch Tante Emmas Supertruppe mit Emma Schwarzbauer an der Spitze hervor, die dafür sorgten, dass beim Fest unter der Schatten spendenden Eiche auf dem Dorfplatz die Kulinarik nicht zu kurz kam – und nebenbei Geld für die Renovierung des Kreuzes gesammelt wurde.
Pater David nahm anschließend die Segnung des Turmkreuzes und der Kugel vor, ehe diese sorgsam verpackt und nach draußen gebracht wurde, wo eine Hebebühne wartete. Was folgte, war nichts für schwache Nerven und erforderte in luftiger Höhe eine ruhige Hand. Zuerst wurden die beiden Kugelhälften aufgesetzt und die Kapsel eingebracht, anschließend kam das Kreuz auf den Kirchturm, wo es nun wieder ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt ist. Vom Dorfplatz konnte man übrigens alles live verfolgen. Unter den Gästen war auch Spenglerkönigin Marion Ross. — Viktor Gröll



