Unter den Ehrengästen waren Bürgermeisterin Dagmar Feicht und 3. Bürgermeister Bernhard Baumgartner. Kirchberg hat eine lange Geschichte, heißt es in einer Pressemitteilung. Die erste Nennung der „Kirche am Berg“ war in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Damit es zur Pfarrgründung überhaupt kommen konnte, mussten einige Kriterien erfüllt werden. Durch die Schenkung der nötigen Geldmittel von Pfarrer Franz Paul Sammereyer, der aus Kynoten stammte, kam es dann um 1900 zur Erhebung zur Pfarrei. Auch wenn die Pfarrei Kirchberg die „Kleinste“ im großen Pfarrverband Bad Birnbach ist, wird hier das aktive Pfarrleben ganz großgeschrieben.
Mächtig stolz sind „die Kirchberger“ auf ihren Kirchenchor und dessen Leiterin sowie auf ihr kleines „Orchester“, bestehend aus Orgel, Trompeten, Geige und Klarinette. Zu besonderen Anlässen gibt es auch noch den Kinderchor. Ob bei Festen, Maiandachten, Kinderkreuzwegen oder Familiengottesdiensten, auch hier spürt man immer wieder den Zusammenhalt, das gute Miteinander im christlichen Glauben und Wertschätzung zwischen Alt und Jung.
125 Jahre Pfarrei Kirchberg – ein Jubiläum, das dankbar zurückschauen lasse, aber auch hoffnungsvoll nach vorne, so Pater David in seiner Predigt. 125 Jahre, das sei mehr als nur eine Zahl. Das seien Generationen von Menschen, die hier in der Kirche gebetet, gesungen, gehofft und getrauert haben, die getauft wurden, Erstkommunion und Hochzeit feierten. „Wir stehen heute nicht auf einem leeren Platz, denn in diesen 125 Jahren haben unzählige Haupt- und Ehrenamtliche das Fundament dieser Pfarrei gelegt und geformt“, so der Geistliche.
125 Jahre Pfarrei sei aber nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern es sei auch ein Auftrag. Zukünftig würden sich die Strukturen der Kirche verändern. Die Gotteshäuser würden zunehmend leerer, doch was immer bleibe, sei die Botschaft Gottes und dessen Auftrag, so Pater David weiter.
Zum Schluss des Festgottesdienstes lud Pastoralreferentin Teresa Aigner noch zum nachfolgenden Pfarr- und Maifest ein. Sie verwies auf vier Rollups, die in der Kirche aufgebaut wurden. Zu sehen in Wort und Bild ist die Entstehungsgeschichte der Pfarrei. Auch ein dazugehöriges Quiz durfte natürlich nicht fehlen. Ein herzliches Vergelt’s Gott galt allen Helfern und Helferinnen, die mit ihren Beiträgen diese 125-Jahr-Feier zu einem unvergesslichen Ereignis werden ließen. Ein besonderer Dank ging an Pater David für das Zelebrieren des Festgottesdienstes, an Pfarrer Hans Heindl und Pastoralreferentin Teresa Aigner für das Entwerfen und Gestalten der Rollups sowie an das Archiv des Bistums Passau.
- Anita Schnall



